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49. Leuchsentaler Heimatfest - Rückblick

Den Auftakt der Traditionsfeste in Mistelfeld gestaltet alljährlich der Gesang- und Musikverein Mistelfeld mit seinem Leuchsentaler Heimatfest. Vier Tage lang lockte ein abwechslungsreiches und tolles Programm Hunderte von Besuchern auf dem Festplatz zwischen der Kirche „St. Andreas“ und der alten Schule.

 

Die Gruppe "Silhouettes" machte auf ihrer Jubiläumstour "50 Jahre Silhouettes"  am Samstagabend (28. April) Stopp im Spankorbmacherdorf. Bis weit nach Mitternacht wurde fleißig getanzt.

 

Nach einer kurzen Nacht startete pünktlich um 10 Uhr das 6. Musikfestival der Nachwuchskapellen und Bläserklassen mit rund 180 Nachwuchstalenten. Den Auftakt machte zum Weißwurstfrühschoppen das Jugendblasorchester Mistelfeld unter Leitung von Karlheinz Kerner. Die Palette reichte von böhmischer Musik über Schlager bis hin zu Evergreens. Natürlich durfte auch ein offizieller Bieranstich nicht fehlen: Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner, assistiert von Christine Leikeim, setzte nur mit einem Schlag gekonnt den Bierhahn an. Am Nachmittag startete schwungvoll das Nachwuchsorchester des MV Stadelhofen. Im 45-Minuten-Takt ging es weiter mit zahlreichen Kapellen: dem Schülerorchester der Musikvereinigung Ebensfeld, den "Nussolinos" der Blaskapelle Uetzing, den "Musis Borkuscht" sowie dem Nachwuchs und dem Jugendorchester des MV Baunach. Etwas aus der Reihe - zumindest vom Alter her - fiel die von Reinhold Stärk geleitete Erwachsenenbläserklasse "Bloos-a-Moll" aus Ebensfeld. In dieser Gruppe spielen ältere Frauen und Männer, die erst im vergangenen Jahr begonnen haben, ein Instrument zu lernen. Auch sie bekamen für ihre Darbietungen reichlich Applaus. Ernst Rech, der Verantwortliche vom Musikverein Baunach, zeigte sich begeistert von der Organisation und dem Festival selbst: "Was ihr da in Mistelfeld aufzieht, ist eine einmalige Sache in Oberfranken. Weiter so!" Er merkte im gleichen Atemzug an, im kommenden Jahr eine ähnliche Veranstaltung in Baunach abzuhalten.

Einer der Höhepunkte des Festes war der Auftritt der Gruppe "Korches Brass" am Montag (30. April). Unter dem Motto "So schön klingt Blasmusik" spielten sich die smarten Jungs schnell in die Herzen der mittlerweile stark angewachsenen Fangemeinde. Und das aus gutem Grund: Das Repertoire ist umfassend, angefangen von der traditionellen Blasmusik, hinüber zur böhmisch-mährischen Blasmusik bis hin zu Schlagern, Oldies und modernen Stücken ist alles dabei. "Das abwechslungsreiche Programm macht den Erfolg der Korches Brass aus!", so eine treue Zuhörerin.

 

Am Maifeiertag kamen pünktlich um 10 Uhr die ersten Frühschoppler in das beheizte Festzelt auf dem Kirchplatz. Bei bester Unterhaltungsmusik durch den Alleinunterhalter Thomas ließ man sich die frisch gebrühten Weißwürste der heimischen Metzgerei gerne schmecken. Das von den Mistelfelder Bäckerinnen zusammengestellte Kuchenbuffet im großen Schulsaal war auch bereits bestens bestückt. Natürlich gab es auch reichlich fränkische Schmankerl, damit es sich die Wandergruppen und Radler, die Stunde um Stunde im Spankorbmacherdorf eintrafen, gutgehen lassen konnten. Nach einem kurzen Umbau spielte zum Dämmerschoppen schließlich die Leuchsentaler Blasmusik unter der Leitung von Dirigenten Norbert Brand auf. Getreu ihrem Slogan "Bratwurst, Bier und Blasmusik ..." brachten die rund 25 Musikerinnen und Musiker ihren Gästen einen bunten Strauß schöner Melodien zu Gehör. Die Gäste konnten einen kleinen Ausschnitt aus dem umfangreichen Repertoire der Blaskapelle hören: von Traditionsmärschen bis zu neu einstudierten Musikstücken wie die Polkas "Von Freund zu Freund" und "Rudi’s Polka" sowie dem Potpourri "Volkslieder unserer Heimat". Die Zuhörer bedankten sich mit langanhaltenden Applaus.

 

Das 49. Leuchsentaler Heimatfest war eine rundum gelungene Veranstaltung und eine schöne Werbung für die Blasmusik. Es wird den vielen Besuchern noch lange in guter Erinnerung bleiben.